“Profilquote” für Studienbewerber

Mehrere Jahre hat der OSP Hamburg/Schleswig-Holstein dafür gekämpft – durch die Unterstützung der Politik konnte die so genannte “Profil-” oder “Spitzensportlerquote” eingeführt werden. In Hamburg gilt dies seit dem Wintersemester 2012/2013, in Schleswig-Holstein seit dem Wintersemester 2013/14.

Die “Profilquote” regelt nun die bevorrechtigte Immatrikulation für ausgewiesene Spitzensportler für im landesinternen Zulassungsverfahren vergebene Studienplätze durch eine Änderung der Hochschulgesetze. (Hamburg/Kiel)

Über die “Spitzensportlerquote” kann ein Anteil von bis zu 2% der zur Verfügung stehenden Studienanfängerplätze für Sportlerinnen und Sportler, die dem A, B, C oder D/C Kader für eine vom Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein betreute Sportart angehören und aus diesem Grund an Hamburg bzw. Schleswig-Holstein als Studienort gebunden sind, vergeben werden. Die Zugehörigkeit zum Kader ist dabei durch eine Bescheinigung des OSP Hamburg/Schleswig-Holstein nachzuweisen.
Innerhalb der “Spitzensportlerquote” werden zunächst Spitzensportler zugelassen, die dem Kader einer Schwerpunktsportart des OSPs angehören, danach noch verbleibende Studienanfängerplätze an Spitzensportler aus anderen vom OSP betreuten Sportarten – übersteigt die Zahl der hierbei jeweils zu berücksichtigenden Spitzensportler die Zahl der in der Spitzensportlerquote noch zu vergebenden Studienanfängerplätze, so erfolgt die Auswahl nach dem Ergebnis des allgemein gültigen Auswahlverfahrens nach § 5. D.h. gemäß der für den Studiengang gültigen Auswahlkriterien – also z.B. nach der Durchschnittsnote oder einschlägig fachbezogener Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung, Auswahltests oder möglicher Auswahlgespräche.

Mit dieser Regelung schließt Hamburg/Schleswig-Holstein zu Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen auf, die eine bevorrechtigte Zulassung für Spitzensportler bei der Studienimmatrikulation schon länger praktizieren. Wir sind uns sicher, dass die Regelung den von uns betreuten Sportlerinnen und Sportlern den Studieneinstieg in Hamburg und Schleswig-Holstein erleichtern wird und freuen uns, dass es uns gemeinsam mit unseren Partnern aus den Behörden des Landes und des Sports gelungen ist, die Profilquote in den beiden Bundesländern einzuführen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die hier vorgestellte “Profil-” bzw. “Spitzensportlerquote” nur bei den landesinternen Auswahlverfahren angewendet wird. Die Quote gilt NICHT für Studiengänge, die im bundesweiten Vergabeverfahren über hochschulstart.de verteilt werden – und damit auch nicht für eine Bewerbung für die Studiengänge Medizin (Human-, Zahn-, Tiermedizin) und Pharmazie. Dies ist so, da hier die Zulassung über eine bundesweit gleiche Regelung erfolgt, auf die die Regelungen für landesinterne Verfahren KEINE Anwendung finden.